Frau Prott, Sie führen an der Rosa-Parks-Schule in Herten den Duisburger Sprachstandstest im Fach Deutsch durch. Wie ist er aufgebaut?
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Was fällt Ihnen anhand des Tests neben den individuellen Lernständen im Allgemeinen auf?
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„Die Ergebnisse helfen uns dabei, Förderschwerpunkte zu identifizieren und entsprechende Fördergruppen zu bilden.“
Katja Prott, Lehrerin an der Rosa-Parks-Schule in Herten
Und wie sieht diese an Ihrer Schule aus?
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Prott: Wir bieten zwei zusätzliche Deutsch-Förderstunden pro Woche an, in denen unsere Schülerinnen und Schüler ihre sprachlichen Grundkompetenzen weiter ausbilden können. Außerdem helfen uns die Ergebnisse dabei, Förderschwerpunkte zu identifizieren und entsprechende Fördergruppen zu bilden. Hierbei geht es beispielsweise um die alltags- und bildungssprachliche Wortschatzerweiterung, unterschiedliche Grammatikthemen sowie um Lese- und Schreibstrategien. Auch haben wir in diesem Schuljahr eine 20-minütige Lesezeit eingeführt, die einmal die Woche in unserer fachgebundenen Selbstlernzeit stattfindet. Damit unsere Lehrkräfte dafür das nötige Rüstzeug haben, bilden wir sie zum Thema „Sprachsensibler Unterricht in allen Fächern“ fort.
Leider erschweren uns fehlende personelle Ressourcen die praktische Durchführung dieser notwendigen Maßnahmen. So verbleiben wir aktuell während der Förderstunden im Klassenverband. Wir können das Förderangebot derzeit also nicht in zusätzlichen kleinen Fördergruppen anbieten. Dennoch gehen wir unseren Weg weiter: Unser letzter Re-Test am Ende des vergangenen fünften Schuljahres zeigt schließlich, dass sich die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler verbessert haben.
Zugang zum Duisburger Sprachstandstest
Interessierte Schulen melden sich über diesen Link an und erhalten daraufhin das Passwort für die Testunterlagen.
Katja Prott ist Lehrerin für die Fächer Deutsch und Englisch und unterrichtet seit 2025 an der Rosa-Parks-Schule in Herten. Seit 2019 ist sie Koordinatorin des Duisburger Sprachstandstests.