Serie „Bessere Bildung durch Daten“

Daten als Werkzeug für bessere Bildung

Ein neues Positionspapier wirbt dafür, Daten als Instrument für einen besseren Unterricht zu nutzen und nicht als zusätzliche Bürokratie zu sehen.

Daten gelten in der Bildungspolitik oft als zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Ein neues Positionspapier der Wübben Stiftung Bildung setzt bewusst einen anderen Akzent: Richtig eingesetzt können Daten Unterricht verbessern und Kinder gezielt und individuell fördern.

Verantwortung für jedes einzelne Kind

Kurz vor der Veröffentlichung des Gutachtens der Ständigen Wissen­schaftlichen Kommission zu daten­gestützter Schul- und Unterrichts­entwicklung wirbt das Papier mit dem Titel „Darum Daten“ für eine konsequente Zielorientierung als Grundlage, um Daten sinnvoll nutzen zu können. „Solange es im Bildungssystem an gemeinsamen Zielen fehlt, bleibt auch der Einsatz von Daten beliebig“, erklärt Dr. Markus Warnke, Geschäfts­führung der Wübben Stiftung Bildung. „Wir tragen Verantwortung für jedes einzelne Kind. Wenn bundesweit rund 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Mindeststandards in zentralen Fächern nicht erreichen, ist das kein individuelles, sondern ein systemisches Problem.“ Hierbei können Ziele und Daten helfen.

Erst das Ziel, dann die Daten

Das Positionspapier knüpft an den Vorschlag „Bessere Bildung 2035“ an, in dem Anfang 2025 die damaligen Bildungs­ministerinnen Dr. Stefanie Hubig, Karin Prien und Theresa Schopper erstmals bundesländerübergreifende, messbare Bildungsziele formuliert haben – darunter weniger Schülerinnen und Schüler unterhalb der Mindeststandards sowie mehr Kinder auf Regel- und Optimalniveau.

Gleichzeitig warnt die Stiftung vor einer Datenpraxis, die Schulen zusätzlich belastet. Entscheidend sei die Reihenfolge: erst gemeinsame Ziele, dann Daten – und zwar nur solche Daten, die Lehrkräften und Schulleitungen konkret bei ihrer Arbeit helfen und einen tatsächlichen Nutzen für die Kinder haben.

Positionspapier „Darum Daten"

Serie „Bessere Bildung durch Daten“

Wie können Daten Schulen wirklich helfen, Unterricht zu verbessern und Kinder gezielter zu fördern? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Wübben Stiftung Bildung in diesem Jahr in mehreren Publikationen, Veranstaltungen – und auch hier im SchuB-Magazin. Aus Sicht der Stiftung braucht gute datengestützte Schulentwicklung vor allem eines: klare und messbare Bildungsziele. Erst wenn diese festgelegt sind, können Daten sinnvoll genutzt werden. 

In der Serie „Bessere Bildung durch Daten“ berichten Schulleitungen aus ihrem Schulalltag: Welche Haltung braucht es für die Arbeit mit Daten? Wie gelingt der Einstieg im Kollegium? Und was verändert sich, wenn Schulen ihre Entwicklung systematisch anhand von Daten steuern? Außerdem stellen wir in der Serie ausgewählte Publikationen der Stiftung zu diesem Thema vor. 

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